dufte
Dufte: Salopp, besonders norddeutsch und berlinisch: sehr gut, erfreulich oder angenehm.
Was bedeutet dufte?
Dufte drückt eine positive Bewertung aus. Eine dufte Idee gefällt dem Sprecher, ein dufter Abend hat ihm Freude gemacht. Das Wort gehört zu einem lockeren, gesprächsnahen Ton und wird besonders mit norddeutschem beziehungsweise Berliner Sprachgebrauch verbunden.
Welche Qualität gelobt wird, bleibt zunächst offen. Eine Idee kann praktisch sein, ein Mensch freundlich wirken und ein Ausflug unterhaltsam verlaufen. Dufte fasst die Zustimmung zusammen, erklärt aber nicht automatisch ihren Anlass.
In einer Erzählung kann das Wort die Sprechweise einer Figur anschaulich machen. Aus einem einzelnen Ausdruck lässt sich jedoch nicht sicher auf deren Herkunft oder Alter schließen. Figuren können Wörter übernehmen, scherzhaft verwenden oder eine bestimmte Sprechweise nachahmen.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Dufte, dass du die fehlenden Karten noch gefunden hast!“ Die Äußerung zeigt Freude und Zustimmung.
- „Das war ein dufter Nachmittag mit der Theatergruppe.“ Der Nachmittag wird insgesamt positiv bewertet.
- „Deine Lösung ist dufte; besonders die klare Beschriftung hilft uns weiter.“ Das allgemeine Lob wird durch einen konkreten Grund ergänzt.
Synonyme für dufte: passend zum Zusammenhang
Dufte ist ein lockeres Lob: Etwas gefällt, macht Freude oder wird als sehr gut empfunden. Eine Alternative kann dieselbe Zustimmung ausdrücken, aber einen anderen Ton haben. Für einen sachlichen Text ist oft wichtiger, den gelobten Vorzug zu nennen, als ein ebenso allgemeines Lobwort zu suchen.
| Ersatzwort | Passt bei | Unterschied |
|---|---|---|
| gut | allgemeine positive Bewertung | Neutraler und in fast allen Textsorten möglich. |
| toll | begeisterte Zustimmung | Ebenfalls umgangssprachlich, aber weniger auffällig in der Sprechweise. |
| großartig | besonders starkes Lob | Verstärkt die Begeisterung und kann größere Bedeutung nahelegen. |
| angenehm | Erlebnisse und Umgang | Konkreter: Beschreibt das erfreuliche Erleben, nicht jede denkbare Qualität. |
Wörter im Satz vergleichen
Die folgenden Satzpaare sind eigene Sprachbeispiele.
Ausgangssatz: „Das war ein dufter Nachmittag.“
Alternative: „Das war ein angenehmer Nachmittag.“
Der zweite Satz klingt zurückhaltender. Er passt, wenn das entspannte Zusammensein gemeint ist; eine aufregende Veranstaltung könnte dagegen eher toll oder großartig heißen.
Ausgangssatz: „Deine Idee ist dufte, weil wir damit Zeit sparen.“
Alternative: „Deine Idee ist gut, weil wir damit Zeit sparen.“
Die Begründung bleibt gleich, die Sprechweise wird neutraler. Gerade dieser Satzteil macht die Rückmeldung hilfreich: Das Lob bezieht sich auf einen erkennbaren Vorteil.
Hier passt der Austausch nicht: Ein duftender Garten ist nicht dasselbe wie ein dufter Garten. Duftend beschreibt einen Geruch; dufte bewertet den Garten positiv, unabhängig davon, wie er riecht.
Bei Figurenrede kann dufte eine bewusst lockere Stimme erzeugen. Wer es durch „ausgezeichnet“ ersetzt, verändert möglicherweise genau diesen Ton. Nach sein bleibt die Form dufte; vor einem Nomen heißt es etwa „ein dufter Abend“, nicht „ein dufte Abend“.
Weitere Abgrenzungen: Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Gut ist neutraler und in mehr Textsorten verwendbar. Großartig kann eine besonders starke Begeisterung ausdrücken. Dufte klingt dagegen bewusst locker und passt nicht zu jedem sachlichen Bericht.
Mit duftend sollte das Wort nicht verwechselt werden. Ein duftender Garten wird über seinen Geruch beschrieben; ein dufter Garten wird gelobt. Die Ähnlichkeit der Wörter reicht nicht aus, um ihnen dieselbe Bedeutung zu geben.
Schreibweise und Grammatik
Die Grundform lautet dufte. Beim Beugen wird kein zweites e angehängt: ein dufter Abend, eine dufte Idee, mit duften Leuten. Die Tabellen verwenden deshalb den Stamm duft-. Nach dem Verb kann die Grundform stehen: Die Idee ist dufte.
Steigerung
Belegt sind dufte – dufter – am duftesten. Die gesteigerten Formen bleiben ebenso salopp wie die Grundform. Für eine genaue Bewertung ist eine Erklärung des Vorzugs meist informativer als die bloße Behauptung, etwas sei noch dufter.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | dufter | dufte | duftes | dufte |
| Genitiv | duften | dufter | duften | dufter |
| Dativ | duftem | dufter | duftem | duften |
| Akkusativ | duften | dufte | duftes | dufte |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | dufte | dufte | dufte | duften |
| Genitiv | duften | duften | duften | duften |
| Dativ | duften | duften | duften | duften |
| Akkusativ | duften | dufte | dufte | duften |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | dufter | dufte | duftes | duften |
| Genitiv | duften | duften | duften | duften |
| Dativ | duften | duften | duften | duften |
| Akkusativ | duften | dufte | duftes | duften |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Rückmeldung bezeichnet eine Schülerin den Entwurf ihres Mitschülers als dufte. Er freut sich, weiß aber noch nicht, welche Teile besonders gut funktionieren. Sie ergänzt daraufhin, dass Überschrift und Beispiele leicht zu verstehen seien.
Das Lob wird hilfreich, sobald die Schülerin die verständliche Überschrift und die passenden Beispiele nennt. Dufte vermittelt ihre freundliche Reaktion; die Ergänzung zeigt, was im Entwurf beibehalten werden sollte.
Die Situation verdeutlicht den Unterschied zwischen Zustimmung und begründeter Rückmeldung. Beide können zusammenwirken: ein persönlicher, warmer Einstieg und anschließend konkrete Hinweise, aus denen der andere etwas lernen kann.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
