rundlich

Rundlich bedeutet annähernd rund oder von gerundeten Formen geprägt. Bei Personen kann es eine etwas füllige Körpergestalt beschreiben.

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Was bedeutet rundlich?

Ein rundlicher Stein hat eine überwiegend gerundete Form, ohne eine exakte Kugel sein zu müssen. Rundliche Buchstaben oder ein rundliches Gesicht weisen auffällige Rundungen auf. Der Ausdruck lässt Spielraum für Abweichungen.

Bei der Beschreibung von Personen kann rundlich eine leicht füllige Gestalt meinen. Das Wort beschreibt dann das Aussehen. Daraus folgen keine verlässlichen Aussagen über Gesundheit, Gewohnheiten oder Charakter.

In einer Figurenbeschreibung sollte das äußere Merkmal nur verwendet werden, wenn es für die Darstellung einen nachvollziehbaren Zweck erfüllt. Präzise Angaben sind hilfreicher als pauschale Wertungen über den Körper einer Person.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Sie hebt einen kleinen rundlichen Kiesel auf.“ Die Form ist gerundet, aber nicht notwendig geometrisch exakt.
  • „Die Überschrift besteht aus rundlichen Buchstaben.“ Die Schrift wird über ihre weichen, gebogenen Formen beschrieben.
  • „Die Figur hat ein rundliches Gesicht mit einer schmalen Narbe am Kinn.“ Zwei beobachtbare Merkmale werden verbunden, ohne daraus einen Charakterzug abzuleiten.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Rund kann eine deutlichere oder genauere Formangabe sein. Rundlich lässt eher eine Annäherung erkennen.

Abgerundet kann sich nur auf einzelne Kanten oder Ecken beziehen. Ein rechteckiger Tisch mit abgerundeten Ecken ist nicht allein deshalb insgesamt rundlich.

Füllig kann bei einer Körperbeschreibung bedeutungsnah sein. Es passt jedoch nicht in jeder Verwendung, etwa bei rundlichen Buchstaben.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet rundlich, gebildet aus rund und -lich. Typische Formen sind ein rundliches Gesicht, rundliche Formen und mit rundlichen Kanten.

Steigerung

Die Steigerung lautet rundlich – rundlicher – am rundlichsten. Verglichen werden kann der Grad der Rundung oder ein entsprechend beschriebener äußerer Eindruck.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrundlicherrundlicherundlichesrundliche
Genitivrundlichenrundlicherrundlichenrundlicher
Dativrundlichemrundlicherrundlichemrundlichen
Akkusativrundlichenrundlicherundlichesrundliche
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrundlicherundlicherundlicherundlichen
Genitivrundlichenrundlichenrundlichenrundlichen
Dativrundlichenrundlichenrundlichenrundlichen
Akkusativrundlichenrundlicherundlicherundlichen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativrundlicherrundlicherundlichesrundlichen
Genitivrundlichenrundlichenrundlichenrundlichen
Dativrundlichenrundlichenrundlichenrundlichen
Akkusativrundlichenrundlicherundlichesrundlichen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Geschichte erkennt eine Figur ihre Freundin an deren rundlichem Gesicht und einer markanten Narbe wieder. Anschließend hilft die Freundin ihr beim Tragen einer Kiste.

Das rundliche Gesicht ist ein Erkennungsmerkmal. Die Hilfsbereitschaft ergibt sich dagegen aus der anschließenden Handlung und nicht aus der Gesichtsform.

Die Erklärung trennt äußere Beschreibung und Charakterdeutung. So entstehen keine unbegründeten Schlüsse vom Aussehen auf Eigenschaften.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.