chin-chin
Chin-chin ist ein Trinkspruch, ähnlich wie prost oder zum Wohl. Der Ausruf begleitet ein geselliges Anstoßen.
Bedeutung und Gebrauch
Der Ausdruck steht normalerweise für sich und beschreibt keine Eigenschaft eines Getränks. Man verwendet ihn, um beim gemeinsamen Anstoßen einen freundlichen Wunsch auszudrücken. Im Deutschen ist er weniger allgemein vertraut als prost.
Das Wort wird mit Bindestrich geschrieben: chin-chin. Es handelt sich um eine Interjektion, also einen Ausruf. Sie wird nicht gebeugt und benötigt weder Artikel noch Mehrzahlform. Als eigenständiger Ausruf beginnt sie groß: „Chin-chin!“
Synonyme für chin-chin: passend zum Zusammenhang
Chin-chin ist ein Trinkspruch. Die Alternativen ersetzen deshalb keine beschreibende Bedeutung, sondern erfüllen eine ähnliche Funktion beim Anstoßen. Die Wahl verändert vor allem den Ton, den Anlass und die Frage, ob jemand ausdrücklich angesprochen wird.
| Alternative | Passend bei | Unterschied |
|---|---|---|
| prost | ungezwungenem gemeinsamen Anstoßen | Ist im Deutschen allgemein vertraut. |
| zum Wohl | freundlichem Trinkspruch | Passt auch in etwas förmlichere Runden. |
| auf dein Wohl | gezieltem Wunsch an eine Person | Richtet den Trinkspruch ausdrücklich an jemanden. |
| auf uns | Anstoßen auf eine gemeinsame Verbindung | Benennt einen Anlass und verändert damit die Aussage. |
Eigene Sprachbeispiele: Die Erläuterungen zeigen, was sich beim Ersetzen verändert.
Erstes Satzpaar
Ausgangssatz: „‚Chin-chin!‘, sagt sie und hebt ihr Glas.“
Alternative: „‚Prost!‘, sagt sie und hebt ihr Glas.“
Die gesellige Funktion bleibt erhalten. Prost ist die geläufigere deutsche Formel; chin-chin kann als persönliche, spielerische Wortwahl auffallen.
Zweites Satzpaar
Ausgangssatz: „Der Gastgeber ruft: ‚Chin-chin!‘“
Alternative: „Der Gastgeber ruft: ‚Auf dein Wohl!‘“
Der zweite Ausruf braucht eine angesprochene Person. Er ergänzt einen konkreten Wunsch, während chin-chin ohne diese Festlegung eine ganze Runde begleiten kann.
Hier passt der Austausch nicht: Guten Appetit ist kein gleichwertiger Trinkspruch. Die Formel wünscht ein angenehmes Essen und gehört zu einer anderen Handlung. Auch „Auf uns!“ passt nur, wenn tatsächlich auf die Beteiligten oder ihre Verbindung angestoßen werden soll.
Die Ausrufe werden nicht wie Adjektive gebeugt. Man ersetzt daher die vollständige Formel: „Sie sagt zum Wohl“, nicht eine angebliche Eigenschaft des Getränks. In einer Einladung ist ein ausgeschriebener Wunsch oft verständlicher. In einer Erzählung darf die ungewöhnliche Formel bleiben, wenn gerade die persönliche Redeweise einer Figur gezeigt werden soll.
Schreibweise und Grammatik
| Form | Erklärung |
|---|---|
| chin-chin | Trinkspruch mit Bindestrich |
| Chin-chin! | selbstständiger Ausruf |
| prost / zum Wohl | vertraute deutsche Alternativen |
Eigene Beispiele mit Erklärung
Die folgenden Beispiele sind eigens für diese Erklärung formuliert.
„Chin-chin!“, sagt Mara und hebt ihr Glas.
Der Ausruf begleitet die gemeinsame Geste. Er ist kein Bestandteil der anschließenden Beschreibung.
Beim Anstoßen sagt die Gastgeberin leise „chin-chin“.
Hier wird die verwendete Formel innerhalb eines Satzes genannt.
Zum Wohl! Auf einen schönen gemeinsamen Abend!
Die zweite Formulierung ergänzt den allgemeinen Trinkspruch um einen konkreten Wunsch.
Passend formulieren
Prost und zum Wohl erfüllen in vielen Situationen dieselbe Funktion. Die Wahl hängt vom Gesprächskreis und dem gewünschten Ton ab. Ein fremdsprachlich wirkender Ausruf macht eine Äußerung nicht automatisch höflicher oder festlicher.
In einer Erzählung kann die Formel eine gesellige Situation anschaulich machen. Für eine Deutung der Figur genügt der Trinkspruch allein jedoch nicht: Ob eine Person herzlich, ironisch oder zurückhaltend wirkt, zeigen erst Verhalten und Zusammenhang.
