zustande kommen
Zustande kommen bedeutet entstehen, verwirklicht werden oder erreicht werden. Auch zu Stande kommen ist korrekt; das Verb kommen bleibt getrennt.
Bedeutung und richtiger Gebrauch
Ein Gespräch kommt zustande, wenn es tatsächlich stattfindet. Eine Einigung kommt zustande, wenn die Beteiligten sie erreichen. Die Wendung betont häufig, dass Bedingungen erfüllt oder Hindernisse überwunden werden mussten.
Die Varianten zustande und zu Stande sind zulässig. Im Verbgebrauch wird kommen getrennt geschrieben. Das Substantiv das Zustandekommen fasst dagegen die gesamte Handlung als Nomen zusammen und wird zusammengeschrieben.
Schreibweise und Grammatik
| Form | Einordnung |
|---|---|
| zustande kommen / zu Stande kommen | Verbverbindung, getrennt |
| ist zustande gekommen | Perfekt mit sein |
| das Zustandekommen | substantivierter Infinitiv, ein Wort |
| zustande zu kommen | zu steht vor kommen |
Eigene Beispiele mit Erklärung
Die folgenden Beispiele sind eigens für diese Erklärung formuliert.
Nach mehreren Gesprächen kommt eine gemeinsame Lösung zustande.
Die Lösung wird als Ergebnis eines Prozesses beschrieben.
Der Termin ist wegen der kurzfristigen Absage nicht zustande gekommen.
Das geplante Treffen hat tatsächlich nicht stattgefunden.
Für das Zustandekommen der Vereinbarung waren mehrere Vorschläge wichtig.
Nach das wird die gesamte Verbindung als Nomen gebraucht und zusammengeschrieben.
Beim Formulieren beachten
Entstehen passt zu vielen Ergebnissen. Stattfinden ist für Veranstaltungen naheliegend. Erreicht werden kann bei Einigungen oder Lösungen passen. Die genaue Alternative hängt vom Subjekt ab.
„Zustande bringen“ hebt eine handelnde Person hervor: „Sie bringt eine Einigung zustande.“ Bei zustande kommen steht das Ergebnis im Mittelpunkt. Diese Perspektive kann für eine sachliche Darstellung hilfreich sein.
