Konsens
Konsens: Ein Konsens ist eine Übereinstimmung über eine bestimmte Frage oder eine gemeinsam getragene Auffassung.
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Was bedeutet Konsens?
Ein Konsens kann ein Ziel, eine Bewertung oder eine Vorgehensweise betreffen. Die Beteiligten müssen deshalb nicht in jeder anderen Frage dieselbe Meinung haben. Wer gemeinsam einen Termin festlegt, hat einen Konsens über den Termin, nicht automatisch über alle Inhalte des Treffens.
Von einer Mehrheitsentscheidung ist der Begriff zu unterscheiden. Eine Mehrheit kann eine Position gegen den Widerspruch anderer durchsetzen. Ein behaupteter Konsens verlangt dagegen eine tatsächlich vorhandene Übereinstimmung im bezeichneten Kreis. Schweigen ist dafür nicht ohne Weiteres ein sicherer Beleg.
Schreibweise und typische Stolperstellen
Die Schreibung lautet Konsens, mit s am Ende. Das Gegenwort Dissens bezeichnet eine fehlende Übereinstimmung. Das verwandte Adjektiv konsensual beschreibt etwas als auf Übereinstimmung beruhend. Konsens darf nicht mit Konsistenz verwechselt werden.
Grammatik und Formen
Es heißt der Konsens. Der Genitiv lautet des Konsenses. Der seltenere Plural Konsense bezeichnet mehrere voneinander unterscheidbare Übereinstimmungen. Üblicher ist im Alltag der Singular. Häufige Verbindungen sind Konsens erzielen, herstellen und über eine Frage bestehen.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Konsens | die Konsense |
| Genitiv | des Konsenses | der Konsense |
| Dativ | dem Konsens | den Konsensen |
| Akkusativ | den Konsens | die Konsense |
Drei eigene Beispiele mit Erklärung
Ein begrenztes Ergebnis
„Über den Treffpunkt besteht Konsens; die Uhrzeit ist noch offen.“
Die Übereinstimmung wird auf einen genau benannten Teil beschränkt.
Eine Prüfung
„Die Moderatorin fragt nach, ob alle den Vorschlag mittragen, bevor sie von Konsens spricht.“
Eine ausdrückliche Rückfrage ersetzt die unsichere Deutung bloßen Schweigens.
Unterschiedliche Gründe
„Die Gruppe erreicht einen Konsens, obwohl die Mitglieder den Vorschlag aus verschiedenen Gründen unterstützen.“
Übereinstimmung im Ergebnis setzt nicht in jeder Hinsicht gleiche Motive voraus.
Passend und verständlich verwenden
Einigkeit und Übereinstimmung sind häufig passende Alternativen. Ein Kompromiss beschreibt eine Lösung durch gegenseitiges Entgegenkommen; er kann zu einem Konsens führen, muss aber nicht alle ursprünglichen Wünsche erfüllen. Einstimmigkeit bezeichnet besonders klar ein Abstimmungsergebnis ohne Gegenstimme und sollte nicht ungeprüft mit jeder Form von Konsens gleichgesetzt werden.
In einem Protokoll ist Es besteht Konsens erst nützlich, wenn der Gegenstand folgt. Besser: Alle Anwesenden stimmen zu, die Rückmeldungen bis Freitag zu sammeln. Diese Formulierung nennt Personenkreis, Handlung und Frist. Sie behauptet keine Zustimmung abwesender Personen.
Bei einer Erörterung kann ein vorhandener Konsens als Ausgangspunkt dienen. Er ersetzt jedoch keine Begründung dafür, weshalb die gemeinsame Auffassung sachlich richtig ist.
Passende Wörter und Grundlagen
Konsensual: auf Übereinstimmung beruhend. Auffassungen begründen.
