Unannehmlichkeit

Eine Unannehmlichkeit ist etwas, das als störend, lästig oder unangenehm empfunden wird. Häufig bezeichnet der Plural vermeidbare Mühe oder Ärger für andere.

Bedeutung und Abgrenzung

Das Wort kann eine einzelne Schwierigkeit benennen, etwa eine längere Wartezeit. Im Plural Unannehmlichkeiten fasst es oft mehrere Nachteile zusammen. Es sagt jedoch wenig darüber, was genau passiert ist. Gerade deshalb wird es häufig in Entschuldigungen oder Mitteilungen verwendet.

Wie schwer die Störung wiegt, hängt vom Zusammenhang ab. Eine geringfügige Verzögerung kann eine Unannehmlichkeit sein; bei einem erheblichen Schaden klingt das Wort möglicherweise verharmlosend. Eine gute Entschuldigung benennt das konkrete Problem, statt es hinter einem Sammelbegriff verschwinden zu lassen.

Grammatik und Schreibweise

Unannehmlichkeit in den vier Fällen
FallSingular (Einzahl)Plural (Mehrzahl)
Nominativdie Unannehmlichkeitdie Unannehmlichkeiten
Genitivder Unannehmlichkeitder Unannehmlichkeiten
Dativder Unannehmlichkeitden Unannehmlichkeiten
Akkusativdie Unannehmlichkeitdie Unannehmlichkeiten

Das Wort ist feminin. Wie viele Nomen auf -keit bildet es den Plural mit -en. Es wird als ein Wort geschrieben: Unannehmlichkeit. Achte auf die beiden n nach dem a und das h in der Folge annehm: Un-annehm-lich-keit.

Typisch sind Unannehmlichkeiten verursachen, bereiten, vermeiden sowie sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Die Präposition für verlangt hier den Akkusativ.

Verwendung: Beispiele mit Erklärung

Die folgenden Beispiele sind eigens für diese Erklärung formuliert.

Durch den Raumwechsel entstehen den Teilnehmenden zusätzliche Unannehmlichkeiten.

Das Wort fasst den Mehraufwand zusammen. Genauere Informationen sollten erklären, worin er besteht.

Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten durch die verspätete Lieferung.

Die Ursache wird ausdrücklich genannt. Dadurch wirkt die Entschuldigung weniger ausweichend.

Die kurze Wartezeit ist eine kleine Unannehmlichkeit, aber kein ernstes Hindernis.

Der Satz ordnet die Belastung ein. Er setzt lästige Begleitumstände nicht mit einem unüberwindbaren Problem gleich.

Ähnliche Wörter richtig unterscheiden

Ärger bezeichnet häufig die emotionale Reaktion. Umstände können zusätzliche Mühe meinen, sind für sich genommen aber neutral. Ein Problem verlangt eher nach einer Lösung. Beeinträchtigung hebt eine tatsächliche Einschränkung hervor.

Ob das mildere Wort angemessen ist, entscheidet der konkrete Fall. Wer wegen eines Fehlers einen wichtigen Termin verpasst hat, benötigt eine klare Erklärung und Hilfe; „kleine Unannehmlichkeiten“ kann dann unangemessen abwiegelnd wirken.

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