down
Down: Umgangssprachlich niedergeschlagen, bedrückt oder erschöpft; im Deutschen gewöhnlich unverändert nach sein oder sich fühlen.
Was bedeutet down?
Down beschreibt im deutschen Alltagsgebrauch eine gedrückte Stimmung oder ein Gefühl von Erschöpfung. Wer sagt, heute down zu sein, berichtet von einem persönlichen Zustand. Das englische Wort wird dabei als umgangssprachlicher Ausdruck verwendet.
Wie stark und wie lange dieser Zustand besteht, sagt das Wort allein nicht. Es kann eine momentane Enttäuschung oder ein länger empfundenes Tief bezeichnen. Eine medizinische Diagnose lässt sich aus der Formulierung nicht ableiten.
Die kurze Form wirkt oft beiläufig und vertraut. In einem sachlichen Text ist eine genauere Beschreibung wie niedergeschlagen, erschöpft oder entmutigt häufig hilfreicher, weil diese Wörter den gemeinten Aspekt deutlicher benennen.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Nach der Absage ist die erfundene Figur zunächst down.“ Die Aussage beschreibt ihre Stimmung in dieser Situation.
- „Heute fühle ich mich down und brauche Ruhe.“ Die Person schildert ihr eigenes Empfinden.
- „Die Analyse erläutert down mit niedergeschlagen.“ Ein umgangssprachliches Fremdwort wird verständlich umschrieben.
Synonyme für down: passend zum Zusammenhang
Down bezeichnet im deutschen Alltagsgebrauch eine gedrückte Stimmung oder Erschöpfung. Die Alternativen können genauer zwischen fehlender Kraft, Enttäuschung und nachlassendem Mut unterscheiden. Welche davon passt, muss der Zusammenhang zeigen; das kurze Fremdwort legt die Ursache nicht fest.
| Alternative | Passend bei | Unterschied |
|---|---|---|
| niedergeschlagen | gedrückter Stimmung | Ist die nahe, neutralere Alternative. |
| bedrückt | emotional belastetem Zustand | Betont das Gefühl einer Belastung. |
| erschöpft | fehlender Kraft nach Anstrengung | Benennt einen anderen Schwerpunkt als Traurigkeit. |
| entmutigt | geschwächter Zuversicht nach einem Rückschlag | Bezieht sich stärker auf weiteres Handeln. |
Eigene Sprachbeispiele: Die Erläuterungen zeigen, was sich beim Ersetzen verändert.
Erstes Satzpaar
Ausgangssatz: „Nach der Absage fühlt sie sich down.“
Alternative: „Nach der Absage fühlt sie sich niedergeschlagen.“
Die Stimmung wird auf Deutsch ausdrücklich benannt. Wie lange sie anhält oder wie die Figur später handelt, bleibt in beiden Fassungen offen.
Zweites Satzpaar
Ausgangssatz: „Nach der langen Probe bin ich völlig down.“
Alternative: „Nach der langen Probe bin ich völlig erschöpft.“
Die Alternative passt, wenn vor allem fehlende Kraft gemeint ist. Wenn stattdessen ein misslungener Auftritt den Mut genommen hat, wäre entmutigt genauer.
Hier passt der Austausch nicht: Depressiv ist kein beiläufiges Ersatzwort. Eine umgangssprachliche Zustandsmeldung liefert keine Grundlage, eine depressive Erkrankung anzunehmen. Auch pessimistisch beschreibt eher Erwartungen und ist nicht dasselbe wie eine momentane Niedergeschlagenheit.
Down wird im üblichen deutschen Gebrauch nicht wie ein normales Adjektiv vor dem Nomen gebeugt. Statt einer künstlichen Form passt „eine niedergeschlagene Person“. In einer Erzählanalyse sollte der zeitliche Verlauf erhalten bleiben: „ist zunächst bedrückt und fasst später neuen Mut“ beschreibt die Entwicklung genauer als ein dauerhafter Charakterzug.
Weitere Abgrenzungen: Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Niedergeschlagen hebt die gedrückte Stimmung hervor, erschöpft stärker fehlende Kraft. Down kann im Alltag beides anklingen lassen. Der weitere Satz sollte zeigen, was tatsächlich gemeint ist.
Nicht jede englische Bedeutung von down ist automatisch dieselbe deutsche Verwendung. In englischen Texten kann das Wort beispielsweise eine Richtung bezeichnen. Der deutsche Satz ich bin down beschreibt dagegen gewöhnlich einen Zustand.
Schreibweise und Grammatik
Down wird kleingeschrieben und üblicherweise nicht gebeugt. Es steht vor allem prädikativ: ich bin down, sie fühlt sich down, wir waren down. Vor einem Nomen verwendet man besser ein passendes deutsches Adjektiv, etwa eine niedergeschlagene Person, statt eine künstliche Form wie downe zu bilden.
Steigerung
Eine gewöhnliche deutsche Steigerung wird nicht gebildet. Abstufungen können mit etwas down oder sehr down ausgedrückt werden. In einem präzisen Vergleich sind stärker niedergeschlagen oder erschöpfter meist klarer als erfundene Endungsformen.
Unveränderliche Verwendung
- ich bin down
- sie fühlt sich down
- wir waren down
Keine regelmäßigen attributiven Beugungstabellen: Vor einem Nomen passen beispielsweise niedergeschlagen oder erschöpft.
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung sagt eine Figur nach einem misslungenen Auftritt, sie sei down. Am nächsten Morgen probt sie erneut und spricht zuversichtlich über den nächsten Termin. Ein Schüler nennt sie dennoch grundsätzlich pessimistisch.
Die Äußerung beschreibt zunächst eine situative Stimmung. Die spätere Zuversicht widerspricht einer vorschnellen Verallgemeinerung. Für eine dauerhafte Charaktereigenschaft wären weitere Belege erforderlich.
Der Beispielabsatz könnte lauten: Nach dem Auftritt wirkt die Figur niedergeschlagen, nimmt die Arbeit aber bald wieder auf. Damit werden die wechselnden Zustände beschrieben, ohne aus einem einzelnen umgangssprachlichen Wort eine vollständige Persönlichkeit abzuleiten.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
